Modelle im Check · 12 Minuten
Tesla Model 3 im Check: Hinterrad oder Premium – welches lohnt sich?
Das Tesla Model 3 kostet laut Preisliste ab 36.990 Euro. Im Bestellbildschirm steht am Ende aber mehr. Das ist die erste Falle.

Welche Variante brauchst Du wirklich?
Beim geprüften Einstiegsmodell kamen 980 Euro Ziel- und Behördengebühr dazu. Aus 36.990 Euro wurden 37.970 Euro. Farbe, andere Räder, Winterreifen und Zulassung können den Preis weiter erhöhen.
Auch die Wahl der Variante ist nicht einfach. Tesla bietet aktuell vier Model-3-Versionen an. Die Preise reichen von 36.990 bis 58.490 Euro. Dazwischen liegen mehr als 21.000 Euro.
Die wichtigste Frage ist deshalb nicht:
„Welches Model 3 ist am schnellsten?“
Die bessere Frage lautet:
„Welche Variante brauche ich in meinem Alltag wirklich?“
Die kurze Antwort: Welches Model 3 passt zu Dir?
| Dein Alltag | Sinnvolle Variante | Warum? |
|---|---|---|
| Arbeitsweg, Stadt, normale Tagesstrecken | Model 3 Hinterradantrieb | Niedrigster Preis und schon viel Reichweite |
| Häufig Autobahn und lange Reisen | Model 3 Premium Hinterradantrieb | Größte Reichweite und stärkeres Schnellladen |
| Du brauchst wirklich Allrad | Model 3 Premium Allradantrieb | Zweiter Motor und mehr Traktion |
| Beschleunigung ist Dir besonders wichtig | Model 3 Performance | Sehr schnell, aber teuer und weniger sparsam |
Unsere klare Empfehlung:
- ✓ Für die meisten Menschen reicht das Model 3 Hinterradantrieb.
- ✓ Für häufige Langstrecken ist das Model 3 Premium Hinterradantrieb die beste Wahl.
- ✓ Das Premium Allradmodell lohnt sich nur, wenn Du Allrad wirklich willst.
- ✓ Das Performance-Modell ist eine Spaßentscheidung. Vernünftig nötig ist es nicht.
Was kosten die vier Varianten aktuell?
Zuletzt geprüft: 8. Oktober 2026Preise: Tesla Konfigurator und ADAC
| Variante | Antrieb | Leistung | Listenpreis | Offizielle Reichweite | DC-Laden |
|---|---|---|---|---|---|
| Model 3 Hinterradantrieb | Hinterrad | 208 kW | 36.990 Euro | bis 572 km | bis 175 kW |
| Model 3 Premium Hinterradantrieb | Hinterrad | 235 kW | 44.990 Euro | 750 km | bis 250 kW |
| Model 3 Premium Allradantrieb | Allrad | 324 kW | 49.990 Euro | 660 km | bis 250 kW |
| Model 3 Performance | Allrad | 338 kW | 58.490 Euro | 571 km | bis 250 kW |
Die Preise sind Basispreise. Beim geprüften Einstiegsmodell addierte Tesla 980 Euro Ziel- und Behördengebühr. Dadurch lag der Kaufpreis bei 37.970 Euro. Prüfe im letzten Bestellschritt immer den vollständigen Preis.
Hinweis: Tesla nennt auf der aktuellen deutschen Modellseite bis zu 572 Kilometer. Der ADAC-Katalog führt für den Modellstart noch 534 Kilometer. Solche Werte können sich durch Batterie, Räder oder eine neue Typgenehmigung ändern. Maßgeblich ist die Reichweite Deiner fertig gewählten Konfiguration.
Die größte Kostenfalle: Der Preis aus der Liste ist nicht der Endpreis
Beim Model 3 Hinterradantrieb sieht die Rechnung aktuell so aus:
| Preisbestandteil | Betrag |
|---|---|
| Fahrzeugpreis | 36.990 Euro |
| Ziel- und Behördengebühr | 980 Euro |
| Kaufpreis im Bestellbildschirm | 37.970 Euro |
Die Differenz beträgt 980 Euro. Das ist kein kleines Detail.
Hinzu kommen je nach Bestellung:
- ✓ andere Lackierung,
- ✓ größere Räder,
- ✓ Winterräder,
- ✓ Anhängerkupplung,
- ✓ Zulassung,
- ✓ Versicherung.
Auch die Bestellgebühr ist wichtig. Tesla weist darauf hin, dass sie normalerweise nicht zurückgezahlt wird. Lies deshalb die Bedingungen, bevor Du bestellst.
Reicht das günstige Model 3 Hinterradantrieb?
Für viele Menschen lautet die Antwort: ja.
Das Einstiegsmodell hat 208 kW. Das sind 283 PS. Es beschleunigt in 6,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Langsam ist es also nicht.
Tesla nennt aktuell bis zu 572 Kilometer offizielle Reichweite. WLTP ist ein Labortest. Er macht Autos vergleichbar. Er ist aber kein Versprechen für jede Fahrt.
Kälte, Autobahntempo, Gegenwind, Heizung und volle Beladung senken die Reichweite.
Das Basismodell passt gut, wenn Du:
- ✓ meistens weniger als 200 Kilometer am Tag fährst,
- ✓ zu Hause oder bei der Arbeit laden kannst,
- ✓ nur gelegentlich lange Strecken fährst,
- ✓ keinen Allradantrieb brauchst,
- ✓ den Kaufpreis niedrig halten willst.
Die Batterie bietet laut ADAC 60 kWh nutzbare Kapazität. Nutzbar bedeutet: Dieser Teil steht wirklich zum Fahren bereit.
An einer Wallbox lädt das Auto mit bis zu 11 kW. Am Schnelllader sind bis zu 175 kW möglich. Der ADAC nennt rund 24 Minuten bis 80 Prozent unter passenden Bedingungen.
Für normale Tagesstrecken ist das genug. Wer jede Woche sehr weit fährt, bekommt beim Premium-Modell aber mehr Ruhe.
Wann lohnt sich das Model 3 Premium Hinterradantrieb?
Das Premium-Modell mit Hinterradantrieb kostet 44.990 Euro. Das sind 8.000 Euro mehr als beim Basismodell.
Dafür bekommst Du:
- ✓ eine größere Batterie,
- ✓ 750 Kilometer offizielle Reichweite,
- ✓ bis zu 250 kW Schnellladeleistung,
- ✓ mehr Leistung,
- ✓ die längere Batteriegarantie nach Kilometern.
Der ADAC nennt 79 kWh nutzbare Batteriekapazität. Von 10 auf 80 Prozent soll das Laden unter passenden Bedingungen rund 28 Minuten dauern.
Warum dauert die größere Batterie trotz höherer Ladeleistung etwas länger? Weil auch mehr Strom hineinpassen muss.
Der Aufpreis lohnt sich vor allem, wenn Du:
- ✓ regelmäßig mehr als 250 oder 300 Kilometer am Stück fährst,
- ✓ oft auf der Autobahn unterwegs bist,
- ✓ im Winter einen größeren Puffer willst,
- ✓ nicht so häufig laden möchtest.
Fährst Du nur zweimal im Jahr in den Urlaub, sind 8.000 Euro viel Geld. Dann kann das Basismodell die bessere Entscheidung sein.
Wie weit kommt das Model 3 im Winter wirklich?
Der ADAC hat die frühere, technisch eng verwandte Variante „Maximale Reichweite Hinterradantrieb“ in einem harten Wintertest geprüft.
Das Ergebnis:
| Wert | ADAC-Wintertest |
|---|---|
| Offizielle Reichweite des Testautos | 702 km |
| Reichweite im Wintertest | 423 km |
| Testverbrauch | 21,0 kWh je 100 km |
| In 20 Minuten nachgeladene Reichweite | 207 km |
Wichtig: Das war nicht exakt die heute angebotene 750-Kilometer-Version. Der Test zeigt aber sehr gut, wie stark Kälte und Autobahnfahrt die Reichweite drücken können.
Plane im Winter deshalb niemals blind mit dem vollen WLTP-Wert.
Mehr dazu findest Du im Voltwärts Ratgeber zur E-Auto-Reichweite.
Lohnt sich das Model 3 Premium mit Allrad?
Das Premium-Allradmodell kostet 49.990 Euro. Es liegt 5.000 Euro über dem Premium-Modell mit Hinterradantrieb.
Du bekommst einen zweiten Motor an der Vorderachse. Dadurch hat das Auto Allradantrieb. Es beschleunigt in 4,4 Sekunden auf 100 km/h.
Die offizielle Reichweite sinkt aber von 750 auf 660 Kilometer.
Allrad kann sinnvoll sein, wenn Du:
- ✓ oft in einer schneereichen Gegend fährst,
- ✓ regelmäßig steile oder rutschige Wege nutzt,
- ✓ sehr viel Wert auf schnelle Beschleunigung legst.
Für einen normalen Arbeitsweg brauchst Du Allrad meistens nicht. Gute Winterreifen bleiben auch mit Allrad wichtig.
Wenn Reichweite wichtiger ist als Beschleunigung, ist das Premium-Modell mit Hinterradantrieb die bessere Wahl.
Brauchst Du das Model 3 Performance?
Das Model 3 Performance kostet mindestens 58.490 Euro. Es beschleunigt in 3,1 Sekunden auf 100 km/h und fährt bis zu 262 km/h.
Das ist sehr schnell. Im Alltag brauchst Du diese Leistung aber nicht.
Gegenüber dem Premium-Allradmodell kostet Performance 8.500 Euro mehr. Gleichzeitig sinkt die offizielle Reichweite auf 571 Kilometer. Der offizielle Verbrauch steigt auf 16,5 kWh je 100 Kilometer.
Hinzu kommen 20-Zoll-Räder. Große Reifen sind oft teurer. Sie bieten außerdem weniger Gummi zwischen Felge und Straße. Das kann den Komfort verschlechtern und Felgenschäden begünstigen.
Kaufe Performance nur, wenn Du genau diese Leistung möchtest. Als Reichweiten- oder Sparentscheidung ergibt die Variante keinen Sinn.
Wie gut lädt das Model 3 auf langen Strecken?
Die Ladeplanung ist eine Stärke des Tesla-Systems. Das Auto plant Ladestopps und bereitet die Batterie vor einem Schnellladestopp vor.
Vorkonditionierung bedeutet: Die Batterie wird auf eine passende Temperatur gebracht. Dann kann sie schneller laden.
Trotzdem solltest Du nicht nur auf den Spitzenwert schauen.
Beim ADAC-Wintertest der früheren Langstreckenversion wurden maximal 192 kW gemessen. Im Bereich von 10 bis 80 Prozent lag der Durchschnitt bei 120 kW. In 20 Minuten kamen 207 Kilometer Testreichweite dazu.
Das ist alltagstauglich. Es zeigt aber auch: „Bis zu 250 kW“ bedeutet nicht, dass das Auto während des ganzen Ladestopps mit 250 kW lädt.
Zu Hause laden alle aktuellen Varianten mit höchstens 11 kW. Eine 22-kW-Wallbox macht das Model 3 deshalb nicht schneller voll.
Wie viel Platz bietet das Tesla Model 3?
Das Model 3 ist 4,72 Meter lang. Es hat fünf Sitzplätze.
Der ADAC nennt:
- ✓ 594 Liter Stauraum hinten,
- ✓ 88 Liter im vorderen Kofferraum,
- ✓ insgesamt 682 Liter.
Der vordere Kofferraum heißt oft „Frunk“. Das Wort setzt sich aus „Front“ und „Kofferraum“ zusammen.
Die Literzahl klingt sehr groß. Trotzdem gibt es einen Haken: Das Model 3 ist eine Limousine. Die Öffnung des hinteren Kofferraums ist kleiner als bei einem Model Y oder einem Kombi.
Ein Kinderwagen oder eine Hundebox kann deshalb trotz vieler Liter schlecht durch die Öffnung passen.
Nimm Deine echten Sachen zur Probefahrt mit. Die Voltwärts Checkliste zur E-Auto-Probefahrt hilft Dir dabei.
Achtung: Die Zuladung ist überraschend klein
Der ADAC nennt für das Basismodell nur 302 Kilogramm Zuladung. Beim Premium-Modell mit Hinterradantrieb sind es 327 Kilogramm. Beim Allradmodell sind es 333 Kilogramm. Performance liegt wieder bei nur 303 Kilogramm.
Ein einfaches Beispiel für das Basismodell:
| Beladung | Gewicht |
|---|---|
| Drei weitere Erwachsene mit je 75 kg | 225 kg |
| Gepäck | 60 kg |
| Zusammen | 285 kg |
Von 302 Kilogramm bleiben in dieser Beispielrechnung nur 17 Kilogramm übrig. Grundlage ist die EU-Gewichtsangabe des ADAC, bei der der Fahrer bereits im Leergewicht berücksichtigt wird.
Für Familien und Urlaubsfahrten ist das wichtig. Prüfe vor dem Kauf die erlaubte Zuladung in den Papieren des konkreten Autos.
Die echten Nachteile des Tesla Model 3
Fast alles läuft über den Bildschirm
Viele Funktionen werden über den mittleren Touchscreen bedient. Ein klassisches Fahrerdisplay direkt vor dem Lenkrad gibt es nicht.
Der ADAC bewertete die Bedienung einer eng verwandten Model-3-Version nur mit 3,7. Das bedeutet: ausreichend. Auch Apple CarPlay und Android Auto fehlen.
Teste bei der Probefahrt, ob Du damit gut klarkommst. Was im Autohaus modern wirkt, kann Dich im Alltag stören.
Der günstige Preis ist nicht der Endpreis
Die 980 Euro Ziel- und Behördengebühr kommen im geprüften Bestellbildschirm zum Fahrzeugpreis hinzu. Extras erhöhen den Preis weiter.
Die Kofferraumöffnung ist nicht sehr groß
Das Gesamtvolumen ist gut. Sperrige Dinge passen durch die Limousinenöffnung aber schlechter als bei einem Auto mit großer Heckklappe.
Die Zuladung ist knapp
302 Kilogramm beim Basismodell sind für ein Auto mit fünf Sitzplätzen wenig. Das kann auf Urlaubsfahrten wichtig werden.
Die Langstreckenversion lädt nicht dauerhaft mit 250 kW
Der Spitzenwert gilt nur unter passenden Bedingungen und nur für einen Teil des Ladevorgangs.
Preise und Daten ändern sich schnell
Tesla passt Preise, Namen und technische Werte häufiger an. Speichere vor der Bestellung die fertige Konfiguration als PDF.
Wie gut ist die Batteriegarantie?
Tesla gibt auf das Fahrzeug vier Jahre oder 80.000 Kilometer Garantie. Es zählt, was zuerst erreicht wird.
Für Batterie und Antrieb gelten:
| Variante | Garantie auf Batterie und Antrieb |
|---|---|
| Model 3 Hinterradantrieb | 8 Jahre oder 160.000 km |
| Premium RWD, Premium AWD und Performance | 8 Jahre oder 192.000 km |
Tesla verspricht dabei mindestens 70 Prozent Batteriekapazität innerhalb der Garantiezeit.
Das bedeutet nicht, dass Tesla bei 71 Prozent eine neue Batterie einbaut. Lies die genauen Garantiebedingungen vor dem Kauf.
Welche Alternativen solltest Du vergleichen?
Tesla Model Y
Das Model Y ist sinnvoll, wenn Du eine große Heckklappe, mehr Höhe und leichter nutzbaren Familienplatz möchtest. Es ist aber größer und meist teurer.
Hyundai IONIQ 6
Der IONIQ 6 ist ebenfalls eine sparsame Elektro-Limousine. Er lädt mit seiner 800-Volt-Technik besonders schnell. Die Form gefällt aber nicht jedem.
BYD Seal
Der BYD Seal bietet einen klassischeren Innenraum mit Fahrerdisplay. Vergleiche Bedienung, Platz und Ladeplanung selbst.
Volkswagen ID.7
Der ID.7 ist größer und hat eine praktischere Heckklappe. Er kostet aber meist deutlich mehr.
Vergleiche nicht nur Reichweite und Monatsrate. Nutze den Voltwärts Fahrzeugvergleich und fahre mindestens zwei Favoriten Probe.
Die Fünf-Fragen-Entscheidung
Beantworte vor der Bestellung diese Fragen:
- Fahre ich jede Woche mehr als 250 Kilometer am Stück?
- Kann ich zu Hause oder bei der Arbeit laden?
- Brauche ich Allrad wirklich?
- Passen Kinderwagen, Hundebox und Gepäck durch die Kofferraumöffnung?
- Wie hoch ist der vollständige Preis im letzten Bestellschritt?
Wenn Du selten lange Strecken fährst, ist das Basismodell meist die beste Wahl.
Wenn Du oft auf der Autobahn unterwegs bist, passt das Premium-Modell mit Hinterradantrieb besser.
Allrad und Performance solltest Du nur kaufen, wenn Du den Vorteil wirklich nutzt.
Fazit: Das günstigste Model 3 ist für viele die klügste Wahl
Das Tesla Model 3 bietet viel Reichweite, gute Fahrleistungen und eine einfache Ladeplanung.
Das Basismodell ist der Preis-Leistungs-Sieger. Es reicht für Arbeitsweg, Alltag und gelegentliche Reisen. Rechne aber mit mindestens 37.970 Euro im geprüften Bestellbildschirm, nicht nur mit den beworbenen 36.990 Euro.
Das Premium-Modell mit Hinterradantrieb ist der bessere Reisewagen. Der Aufpreis von 8.000 Euro lohnt sich vor allem für Menschen, die regelmäßig lange Strecken fahren.
Premium Allrad und Performance sind Spezialisten. Größere Zahlen bedeuten nicht automatisch die bessere Entscheidung.
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Tesla Model 3
Bei Voltwärts: Hinterradantrieb. Weitere Varianten sind im Artikel verlinkt.