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Tesla Roadster 2026 vorgestellt: Kann er wirklich fliegen und wann kommt er nach Deutschland?
Ein Sportwagen fährt eine steile Rampe hoch, hängt kurz kopfüber und landet nach einer Drehung wieder auf seinen Rädern. Wenig später hebt er sogar über mehrere geparkte Teslas ab.
Das hat Tesla am 15. Oktober 2026 auf einem Testgelände von SpaceX in Texas vorgeführt. Doch kannst Du mit dem neuen Roadster bald über einen Stau fliegen? Nein. Dafür ist die Technik nicht gedacht und ein Serienauto steht noch nicht beim Händler.

Was hat Tesla am 15. Oktober tatsächlich vorgestellt?
Tesla zeigte eine stark überarbeitete zweite Generation seines Elektro-Sportwagens Roadster. Das Auto sieht deutlich kantiger aus als die Studie von 2017. Es hat unter anderem schmale, teilweise versteckte Leuchten und ein durchgehendes Rücklicht.
Die Vorführung fand in McGregor bei Waco, Texas, statt. In Deutschland war es wegen der Zeitverschiebung bereits der 16. Oktober.
Das Auto fuhr mithilfe eines besonderen Saugsystems kopfüber an einer gebogenen Rampe entlang. Danach löste es sich, drehte sich in der Luft und landete. In einer weiteren Szene überquerte es mehrere abgestellte Tesla-Fahrzeuge durch die Luft.
Wichtig: Tesla zeigte ein Vorführfahrzeug, kein unabhängig getestetes und für Deutschland freigegebenes Serienauto. Bei den riskanten Manövern saß aus Sicherheitsgründen kein Mensch am Steuer. Die Szenen sind im offiziellen Tesla-Video dokumentiert.
Kann der Tesla Roadster wirklich fliegen?
Für wenige Augenblicke: ja. Wie ein Flugzeug reisen: nein.
Der Trick besteht aus zwei unterschiedlichen Systemen.
1. Ein Saugsystem drückt das Auto an den Boden.
Starke Lüfter saugen Luft unter dem Wagen ab. Dadurch entsteht Unterdruck. Du kannst Dir das wie einen riesigen Saugnapf vorstellen.
So bekommt der Roadster zusätzliche Haftung, sogar bei sehr niedriger Geschwindigkeit. Bei der Show konnte er damit kurz kopfüber an einer Rampe fahren.
2. Druckluftdüsen drücken das Auto in die andere Richtung.
Die mit SpaceX entwickelte Technik speichert Gas unter hohem Druck in Behältern. Beim Ausströmen entsteht Schub. Es wird dabei kein Raketentreibstoff verbrannt.
Beim Roadster können entsprechend ausgerichtete Düsen das Auto kurz anheben und in der Luft drehen.
Das ist eine außergewöhnliche technische Vorführung. Sie beweist aber noch nicht, dass ein Roadster im normalen Verkehr sicher starten, fliegen und landen kann. Dafür fehlen unter anderem eine entsprechende Zulassung und belastbare Angaben zum Betrieb im Alltag.
Performance, Thrust und Rocket: Was ist der Unterschied?
Tesla unterscheidet drei geplante Ausführungen, die der Hersteller nach der Premiere selbst erläutert hat. Die offizielle Modellseite beschreibt die unterschiedlichen Systeme; Teslas Veröffentlichung auf X zeigt die Varianten.
Performance: Schnell, aber ohne Flugtechnik
Zwei Sitze, bewegliche Aerodynamikteile und das Saugsystem. Diese Version hat keine zusätzlichen Kaltgasdüsen.
Tesla bezeichnet sie als für die Straße vorgesehen und nennt unter 1,6 Sekunden von 0 auf 60 mph als Zielwert.
Thrust: Zusätzlicher Schub nach vorn
Ebenfalls zwei Sitze, dazu Kaltgasdüsen im Heck. Sie sollen das Auto beim Beschleunigen unterstützen.
Tesla nennt unter 0,9 Sekunden auf 60 mph. Die Version ist nur in begrenzter Stückzahl vorgesehen.
Rocket: Kurz abheben und sich drehen
Die extremste Version besitzt einen Sitz und zehn rund um das Fahrzeug verteilte Düsen.
Damit soll sie Sprünge und Drehungen in der Luft schaffen. Tesla nennt unter 0,59 Sekunden auf 60 mph als Ziel.
Die Rocket-Version soll ausschließlich auf Einladung erhältlich sein. Laut Tesla ist sie nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
Alle genannten Sprintwerte sind Angaben oder Ziele von Tesla, keine unabhängigen Messergebnisse serienreifer Kundenautos.
Welche Leistung wurde wirklich demonstriert?
Bei der Präsentation wurde für einen Beschleunigungslauf mit Unterstützung der Düsen eine Zeit von 0,81 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde angezeigt.
Das entspricht rund 97 km/h, nicht exakt 100 km/h. Die Zeit stammt aus Teslas eigener Vorführung.
Ein unabhängiger Vergleichstest unter festgelegten Prüfbedingungen liegt nicht vor. Auch GoingElectric trennt die Vorführung von den geplanten Werten.
Daneben wurden mehr als 230 mph Höchstgeschwindigkeit, also rund 370 km/h, und über 300 Meilen Reichweite, also ungefähr 480 km, genannt.
Diese Werte wurden auf der Bühne nicht als unabhängig geprüfte Höchstgeschwindigkeit oder Alltagsreichweite bewiesen. Eine bestätigte WLTP-Reichweite für Deutschland fehlt.
Auch zu Akkugröße, tatsächlichem Stromverbrauch und Ladezeit eines Serienautos fehlen noch verlässliche Angaben.
Vorsicht: Ältere Tesla Angaben gehören zum Entwurf von 2017
Aus der früheren Roadster-Vorstellung stammen unter anderem 1.000 km Reichweite, mehr als 400 km/h und vier Sitzplätze. Ältere Tesla Seiten und neue Angaben dürfen nicht vermischt werden. Die aktuelle deutsche Roadster-Seite weist außerdem auf regionale Beschränkungen und optionale Ausstattung hin.
Die früheren Angaben passen nicht ohne Weiteres zu den jetzt beschriebenen Versionen mit zwei beziehungsweise einem Sitz.
Deshalb gilt: Die alten Angaben sind keine bestätigten technischen Daten des neuen Serien-Roadsters.
Wann kommt der Tesla Roadster nach Deutschland?
Elon Musk hat bei der Vorstellung 2028 als geplanten Produktionsbeginn genannt.
Das ist ein Ziel, kein garantierter Auslieferungstermin.
Bereits bei der ersten Vorstellung 2017 hatte Tesla den Produktionsstart für 2020 in Aussicht gestellt. Daraus wurde nichts.
Ob deutsche Kunden 2028, später oder zunächst gar nicht beliefert werden, ist bisher offen. Auch eine bestätigte deutsche Ausstattungsliste oder ein verbindlicher Lieferplan fehlen.
Was kostet der Tesla Roadster 2026?
Einen endgültigen Kaufpreis hat Tesla nicht veröffentlicht. Es gibt aber Reservierungsmöglichkeiten auf der deutschen Tesla-Seite.
Für die Version Performance werden nach den am 17. Oktober geprüften Angaben zunächst 5.000 Euro fällig, danach 45.000 Euro innerhalb von zehn Tagen. Die deutschen Beträge sind auch bei GoingElectric und electrive dokumentiert.
Insgesamt sind das 50.000 Euro Reservierungszahlung.
Bei Thrust sind es zunächst 5.000 Euro, danach weitere 245.000 Euro, insgesamt also 250.000 Euro.
Die Rocket-Version ist nur auf Einladung vorgesehen.
Diese Beträge sind Anzahlungen für eine Reservierung, keine Fahrzeugpreise.
Tesla kennzeichnet ausdrücklich die erste Zahlung von 5.000 Euro als vollständig erstattbar. Für weitere Zahlungen solltest Du die aktuell gültigen Vertragsbedingungen genau prüfen, bevor Du Geld überweist.
Ein Reservierungsplatz garantiert weder einen festen Preis noch einen Liefertermin.
Darf der fliegende Roadster in Deutschland auf die Straße?
Für Deutschland gibt es noch keine bestätigte Straßenzulassung des neuen Roadster-Serienfahrzeugs.
Die Bezeichnung „road ready“ für Performance bedeutet zunächst nur, dass Tesla diese Ausführung für den Straßenbetrieb vorsieht. Sie ersetzt keine deutsche beziehungsweise europäische Genehmigung.
Bei der Thrust-Version mit Heckdüsen ist die rechtliche Lage ebenfalls offen.
Bei der Rocket-Version sagt Tesla selbst, dass sie nicht für öffentliche Straßen zugelassen ist.
Erst recht gibt es keinen belegten Freibrief, damit über deutsche Straßen oder Staus zu fliegen.
Warum ist der Roadster kein normales Elektroauto?
Ein gewöhnliches E-Auto soll Dich zuverlässig zur Arbeit, zum Einkaufen oder mit der Familie in den Urlaub bringen.
Der Roadster soll vor allem zeigen, was mit ungewöhnlicher Technik möglich ist: extreme Beschleunigung, zusätzliche Bodenhaftung und bei der Rocket-Version kurze Bewegungen in der Luft.
Dafür nimmt Tesla deutliche Abstriche in Kauf.
Statt der früher angekündigten vier Plätze sind nur noch zwei vorgesehen, beim Rocket sogar nur einer. Wie praktisch Kofferraum, Reichweite und Laden im täglichen Betrieb wirklich sind, ist noch nicht ausreichend dokumentiert.
Für eine Familie oder den normalen Arbeitsweg ist das deshalb keine sinnvolle Alternative zu einem regulär verfügbaren Elektroauto.
Fazit: Ein beeindruckender Versuch, aber noch kein Auto für Deinen Alltag
Tesla hat am 15. Oktober 2026 mehr gezeigt als nur eine Zeichnung: Ein echter Roadster hob kurz ab, drehte sich und landete. Auch die extreme Beschleunigung wurde bei der Show demonstriert.
Trotzdem bleiben die entscheidenden Fragen offen: Wann wird ein Serienauto gebaut? Was kostet es? Welche Version darf in Deutschland fahren? Und wie gut funktioniert sie außerhalb einer kontrollierten Vorführung?
Unser Fazit: Spannende Technik, aber derzeit kein Auto, mit dem Du für Deinen Alltag planen kannst.
Bis Preis, Zulassung und Lieferung geklärt sind, gehört der Roadster nicht in einen Vergleich regulär kaufbarer Elektroautos.
Du suchst ein Tesla-Modell, das heute für den Alltag infrage kommt? Dann sieh Dir den Tesla Model Y mit Hinterradantrieb an oder nutze den Voltwärts Fahrzeugvergleich.
Stand der Informationen
Stand: 17. Oktober 2026. Angaben zu geplanten Varianten und Leistungen können sich bis zur Serienfertigung ändern.
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Tesla Roadster
Offizielle Produktinformationen. Die deutsche Verfügbarkeit ist nicht zugesichert. Noch keine passende Fahrzeugdetailseite bei Voltwärts.